Das letzte Einhorn
Im Film geht es um ein einsames Einhorn das sich fragt, ob es das letzte verbliebende Einhorn auf der Welt ist. Niemand scheint von anderen Einhörnern gehört zu haben. Auch wenn sie (das Einhorn) wenig auf die Gerüchte gibt, die sie von einem Schmetterling und Jägern gehört hat, beginnt sie doch, sich über ihr eigenes Leben, ihre Unsterblichkeit Gedanken zu machen.
Besonders anzumerken ist, dass das Einhorn fast emotionslos dargestellt wird, was gut auf ein unsterbliches Wesen zutrifft. Weshalb sollte sich jemand, der nicht sterben kann, um *irgendetwas* kümmern? Ohne Furcht um das eigene Leben, also ohne Wertschätzung des eigenen Lebens, fehlt die Motivation.
Ein weiterer bedeutender Teil ist die Frage nach der Realität. Sind die durch Magie hervorgerufenen Illusionen real? Ist es von Bedeutung? Kann Magie aus einem Scharlatan eine Persönlichkeit machen?
Schließlich handelt der Film auch um Heldentum, Mut und Selbstbewusstsein. Es ist wunderschön gezeichnet, der Soundtrack zählt zu einer meiner Favoriten und die Sprecher sind (sowohl in der englischen als auch in der deutschen, Haggard wird sogar von ein und demselben Sprecher, Christopher Lee, auf englisch und deutsch synchronisiert) exzellent.
Perfekt! 10/10! Von ein, zwei etwas seltsamen und unwichtigen Szenen abgesehen, ist es ein Meisterstück, das seines Gleichen sucht. Für jung und alt gleichermaßen geeignet
Master and Commander: Bis ans Ende der Welt
Ein schöner Film, von dem ich mir vor einiger Zeit sogar die DVD gekauft anstatt nur vom Verleih geliehen habe. Realismus, Charakter und Musik, das fällt mir bei diesem Meisterstück ein
Man kann zusehen, wie auf engstem Raum das Leben auf einem Schiff vonstatten geht und fiebert dem Geschehen mit, immer der alltägliche Horror (Verletzungen, Gefahren durch Wind und Wetter) und das feindliche Schiff im Hinterkopf.
Neben spektakulären Bildern auf See und einer detailgetreuen Konstruktion des Schiffs erlebt man Seeschlachten, kann der Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren, dem Kapitän und dem Schiffsarzt, folgen und klassischer Musik lauschen.
Perfekt! 10/10! Einziger Wehrmutstropfen ist, dass es keinen zweiten Film gibt. Der würde hier auch nicht so aufgesetzt wirken wie bei anderen Franchises, sondern nahtlos an das Geschehen anpassen. Nicht zuletzt deswegen, weil die Geschichte auf den gleichnamigen Büchern basiert.
Gran Torino
Heute habe ich endlich “Gran Torino” gesehen. Es geht um eine kleine, heruntergekommene Vorstadt (’typisch amerikanisch’), mit einem Problem mit Gangs. Der Hauptcharakter – gespielt von Clint Eastwood – ist ein alternder, patriotischer Kriegsveteran der weder möchte, dass man sich um ihn ‘kümmert’, noch will er etwas mit den dort lebenden Asiaten zutun haben. Als er bei einem Zwischenfall mit einer Gang eingreift, wird er als Held gefeiert.
Ein Problem mit dem Film habe ich, dass alles etwas gestellt wirkt und dass der Hauptdarsteller alle anderen Charaktere weit überragt. Er bleibt der einzig wirkliche Charakter im Film, der einzige Mensch, der Entscheidungen trifft. So bleibt ein innerer Konflikt mit seiner Vergangenheit und dem Leben übrig. Was aber beim Zuschauer bleibt, ist ein positives Gefühl, ein Held der das Richtige tut und vernünftig bleibt.
Meine Wertung: 7 / 10, sehenswert!






